Tarifverhandlung Chemische Industrie Nordrhein

Tarifverhandlung ergebnislos vertagt

Die erste Tarifverhandlung Chemie für den Tarifbezirk Nordrhein wurde heute (04.12.2013) nach der Diskussion über die wirtschaftlichen Daten der Branche ergebnislos vertagt.

04.12.2013
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Die IG BCE fordert für die Kolleginnen und Kollegen in der chemischen
Industrie in Nordrhein eine Erhöhung der Entgelte um 5,5 %, für
Auszubildende pauschal um 70,- €, sowie die Fortsetzung des Tarifvertrages
„Zukunft durch Ausbildung“ und mehr unbefristete Übernahmen der
Ausgebildeten.
Reiner Hoffmann, Verhandlungsführer der IG BCE dazu: „Die Unternehmen
haben auch 2013 gut verdient und die Aussichten für 2014 sind meistens
sogar noch besser. Da sind 5,5 % nur fair und gerecht.“ Die Arbeitgeber
dagegen sehen eine schwächelnde Konjunktur und keinen Spielraum für
deutliche Entgelterhöhungen.
Die IG BCE-Jugend hat am Rande der Tarifverhandlung klar gemacht, dass
es endlich an der Zeit ist, der jungen Generation gut ausgebildeter Fachkräfte
eine langfristige Perspektive in den Unternehmen zu geben. „Wir brauchen
deutlich mehr unbefristete Beschäftigung für die jungen Menschen, das gibt
Sicherheit und ist auch ein Beitrag zur Gestaltung des demografischen
Wandels“, sagte Daniele Gioco, Jugendtarifkommisionsmitglied.
In den Verhandlungen zeigten sich die Arbeitgeber wenig beweglich. Einziges
Zugeständnis war die Aussage, dass man weiter in der bisherigen
Größenordnung ausbilden wolle.
Zum Abschluss betonte Reiner Hoffmann: „Jetzt müssen wir in den Betrieben
und vor Ort Stärke zeigen, unser ganzes Gewicht in die Waagschale werfen,
um die Arbeitgeber in Bewegung zu bringen. Unsere Forderungen sind fair
und gerecht, wir lassen uns nicht mit Almosen abspeisen!“
Die Tarifverhandlung soll am 15. Januar 2014 auf Bundesebene
fortgesetzt werden.

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