Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten

Das Projekt „Arbeit 2020 in NRW“ bei LANXESS fand mit der Unterzeichnung der Zukunftsvereinbarung schlussendlich den Abschluss.

Lanxess

Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten Viola Denecke, Stellvertretende IG BCE-Landesbezirksleiterin; Stephanie Coßmann, Mitglied des LANXESS-Vorstands und Arbeitsdirektorin; Frank Löllgen, IG BCE Landesbezirksleiter; Werner Czaplik, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Lanxess - 10.03.2020

Bereits 2017 erfolgte mit den Beratern der TBS eine standortübergreifende Analyse der Digitalisierung in Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen. Aus den Ergebnissen der Workshops mit den Betriebsräten, Gesprächen mit Beschäftigten und Arbeitgebervertretern wurde eine differenzierte Betriebslandkarte über die Digitalisierungsprozesse und deren Auswirkungen entwickelt.

 

IG BCE

Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten Projektworkshop bei LANXESS am 03.05.2017

Die Analyse zeigte unterschiedliche Entwicklungen der technischen Standards, einen hohen Grad der Digitalisierung im Bereich der vorbeugenden Instandhaltung und die Nutzung von Instrumenten zur Standardisierung und Automatisierung der Arbeitsabläufe in der Produktion und verschiedenen Bereichen der Verwaltung. Nach intensiver Ausarbeitung von Handlungsfeldern und Abstimmungen zwischen den Betriebsparteien, unterzeichneten am 10. März 2020 die beteiligten Akteure der LANXESS AG, des GBR und der IG BCE zusammen die Vereinbarung mit dem Titel „Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten“. Darin enthalten sind vier wesentlichen Handlungsfelder, die bei der betrieblichen Digitalisierung zukünftig verfolgt werden:

Gemeinsamer regelmäßiger Austausch über die Gestaltung der Digitalisierungsprozesse zwischen den Betriebsparteien

Arbeitsdirektorin Stephanie Coßmann unterstützt dabei auch, dass die IG BCE als Sozialpartner in einen kontinuierlichen Austausch eingebunden wird: "Ich bin von dem Ansatz dieses Projektes, die Sozialpartner an einen Tisch zu holen, um sich über die zentralen Themen der Digitalisierung zu verständigen, überzeugt. Auch  zukünftig werden wir im Spannungsumfeld der Digitalisierung die Veränderungsprozesse und Auswirkungen auf die Belegschaft zusammen mit den Betriebsräten und der IG BCE begleiten und gestatlen."

Beschäftigungsperspektiven aufzeigen, Unsischerheiten ausräumen und gleichzeitig  erfoderliche Veränderungsprozesse gestalten

Als IG BCE Landesbezirksleiter bekräftigt Frank Löllgen das gemeinsame Ziel, den Belegschaften neue Beschäftigungsperspektiven anzubieten: "Die Veränderungen von Tätigkeiten und Berufsbildern durch die Digitalisierung und eine voranschreitende Automatisierung von Arbeisschritten in verschiedenen Bereichen ist unbestreitbar. Dieser Wandel muss so gestaltet werden, dass die Personalpolitik die Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt und  ihnen durch Qualifizierungen langfristig neue Perspektiven im Betrieb gibt. In enger sozialpartnerschaftlicher Zusammenarbeit können wir so die Beschäftigten auch in Zeiten von Veränderung und Unsicherheiten unterstützen und Arbeitsplätze sichern."

Lernangebote und eine Lernkultur für Bildung 4.0 schaffen, um Qualifizierung in den Bereichen des Basiswissens und der beruflichen Spezialisierung zu erreichen

Bei der Qualifizierung der Mitarbeiter/innen im Zuge der Digitalisierung und der Schaffung von Lernräumen betont der GBR Vorsitzende Werner Czaplik die Notwendigkeit gleicher technischer Standards für alle Beschäftigten: "Beim Thema Digitalisierung müssen wir an alle Arbeitnehmergruppen denken. Auch Schichtarbeiter/innen sollen verstärkt Zugang zu Computern und somit auch zum Internet und Intranet erhalten. Hier dürfen die Beschäftigten in der Produktion nicht abgehängt werden. Digitale Lernmöglichkeiten müssen in allen Bereichen bereitgestellt werden."

Berücksichtigung des Erhalts der Beschäftigungsfähigkeit und der gesundheitlichen Belastung bei der Etablierung neuer Arbeitsformen

Die stellvertretende IG BCE-Landesbezirksleiterin und Projektleiterin Viola Denecke ist überzeugt, dass bei Veränderungsprozessen und neuen Arbeitsformen Beschäftigte beteiligt werden müssen: "Die gemeinsamem Erklärungen der Betriebsparteien und der  IG BCE verpflichten uns, die Themen aus dem Projekt gemeinsam aufzugreifen, die uns in den vielen Gesprächen genannt worden sind. Dazu gehört insbesondere die bessere Beteiligung der Betroffenen bei Enführung von neuen Technologien. Beteiligung und Berücksichtigung des Erfahrungswissen von Beschäftigten kann Belastungen reduzieren und Arbeitsprozesse verbessern. Daran sollten wir gemeinsam weiterarbeiten."

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