Frauen

Mentoring unterstützt neue Betriebsrätinnen

Auf ihre Treffen wollen Joline Macek, 35, seit 15 Jahren Betriebsrätin bei Currenta in Dormagen, und Nancy Bechtel, 25, im letzten Jahr in den Betriebsrat von Reimbold und Strick in Köln gewählt, nicht mehr verzichten. Seit Anfang 2015 treffen sich die beiden Betriebsrätinnen regelmäßig, um über ihre Betriebsratsarbeit zu sprechen. Zusammen gekommen ist das Duo aus erfahrener und frisch gewählter Betriebsrätin durch das Programm „Aus Erfahrung lernen“. Dieses Mentoring-Programm für neu gewählte Betriebsrätinnen startete der Landesbezirk Nordrhein im Januar. Ziel ist es, neu gewählte Betriebsrätinnen zu unterstützen, indem gestandene Betriebsratsfrauen als „Mentorinnen“ ihre Erfahrungen an junge Betriebsrätinnen, die „Mentees“, weiter geben.

Uli Baatz

Joline Macek und Nancy Bechtel

„Die Chemie zwischen uns stimmt“, erklären Macek und Bechtel übereinstimmend. Die beiden treffen sich in ihrer Freizeit, im Cafè oder zum Grillen. Ihre Gesprächsthemen sind so vielfältig, wie auch Betriebsratsarbeit insgesamt ist. „Es hilft mir sehr, Joline nach Aspekten der Betriebsratsarbeit fragen zu können, die in keinem Rechtsratgeber nachzulesen sind“, sagt Nancy Bechtel. Auch Joline Macek profitiert von den Treffen: „Es macht sehr viel Spaß. Nancy hat einen frischen Blick auf die Betriebsrats- oder auch die Frauenarbeit der IG BCE. Das bringt auch mich auf neue Ideen. “ Motivierend sei auch „der Tatendrang, mit dem sich Nancy nach unseren Treffen wieder in die Arbeit stürzt“.
Auch der Landesbezirk zieht eine erste positive Zwischenbilanz des Programms. „Unser Ziel war es, Frauen im Betriebsrat Mut machen, ihre Vorstellungen einzubringen und ihr Amt aktiv anzugehen“, sagt die stellvertretende Landesbezirksleiterin Viola Denecke. Das sei gelungen. Bewährt habe sich vor allem die Sorgfalt, mit der die Mentoring-Paare gemeinsam mit dem betreuenden Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH (QFC) ausgewählt wurden. Das Programm läuft Ende des Jahres aus – aber Joline Macek und Nancy Bechtel sind sich einig: „Wir werden auf alle Fälle unseren Meinungsaustausch fortführen

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