Zweite Verhandlungsrunde bei RWE

Arbeitgeber auf Konfrontationskurs!

In der zweiten Verhandlungsrunde bei RWE kam es zu keinem Durchbruch in den Verhandlungen. Nachdem die Arbeitgeber bereits im Verhandlungsauftakt enttäuschten wurden auch am zweiten Verhandlungstag keine deutlichen Verbesserungen angeboten.

Unsere Forderungen wurden trotz der hervorragenden wirtschaftlichen Situation von RWE völlig missachtet. Die Arbeitgeberseite erklärte, sie sehen sich eher in Konkurrenz mit kommunalen Stadtwerken und verwiesen auf die Tarifabschlüsse der kommunalen Energiewirtschaft.

"RWE schielt anscheinend mehr auf Aktienrenditen als den Arbeitnehmer*innen, die diese Renditen erwirtschaften, Ihren fairen Anteil zu geben. Wir erwarten ein faires Angebot!", so der IG BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden.

Ihr Vergütungsangebot erhöhten die Arbeitgeber in den Verhandlungen nur minimal:

- Gesamtlaufzeit 30. Monate (1 Januar 2021 bis 30. Juni 2023)

- 4 Leermonate

- 700 Euro Einmalzahlung / 280 Euro für Auszubildende

- Ab dem 1. Mai 2021 eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 1,6 %

- Ab dem 1. Juli 2023 eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 1,4 %

- 2 Freistellungstage für Gewerkschaftsmitglieder zur Teilnahme an gewerkschaftlichen Schulungsmaßnahmen

Eine Verhandlungskommission lehnte das Angebot in allen Teilen als völlig inakzeptabel und substanzlos ab.

Wir erwarten in der 3. Verhandlungsrunde eine deutliche Bewegung. Uns geht es um eine deutliche, nachhaltige Verbesserung der Einkommensverhältnisse der RWE-Beschäftigten.

Die dritte Tarifverhandlung findet am 15. Januar 2021 in Essen statt.

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