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23.08.2019

Tarifeinigung in der Schuh- und Sportartikelindustrie

Beschäftigte von Adidas, Puma, Lloyd und Co. erhalten im Schnitt 5 Prozent mehr

Die IG BCE hat für die 13.000 Beschäftigten der Schuh- und Sportartikelindustrie ein Lohnplus von im Schnitt 5 Prozent durchgesetzt. Sowohl in den unteren Entgeltgruppen als auch bei den Auszubildenden steigen die Vergütungen überproportional. Für Adidas, den mit Abstand größten Arbeitgeber der Branche, konnten bei den Einstiegsgehältern wie bei den Auszubildenden zusätzliche Verbesserungen erzielt werden. Auf einen entsprechenden Tarifvertrag hat sich die IG BCE in der Nacht zu Freitag bereits in der ersten Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite geeinigt.

 Verhandlungsführer der Arbeitgeber Manfred Junkert (links) und IG-BCE-Verhandlungsführer Frieder Weißenborn Einigung erzielt: Verhandlungsführer der Arbeitgeber Manfred Junkert (links) und IG-BCE-Verhandlungsführer Frieder Weißenborn

"Wir haben ein rundum solides Tarifpaket schnüren können", sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Frieder Weißenborn. "Damit sind wir in der Branche auf dem Weg zu mehr tarifpolitischer Wertschätzung der Beschäftigten einen großen Schritt weitergekommen." Weißenborn hob die Einigung bei den Auszubildendenvergütungen hervor. "Hier haben wir eins zu eins geliefert, was wir gefordert hatten." 

Die Einigung im Detail:

In einem ersten Schritt steigen die Tarifentgelte zum 1. Oktober um 3 Prozent, in den unteren Entgeltgruppen (E1 bis E4) um bis zu 4,1 Prozent. Die Auszubildenden bekommen 100 Euro im Monat mehr.

Zum Jahresbeginn 2021 gibt es ein weiteres Entgeltplus von 1,9 Prozent, bei den Auszubildendenvergütungen um 20 Euro.

Beim Adidas-Konzern, für den es im Tarifvertrag eine eigene Entgelttabelle gibt, wurde zusätzlich erstmals festgeschrieben, dass neben den Entgelten vieler Beschäftigter künftig auch die Auszubildendenvergütungen 9 Prozent über denen der Schuhindustrie liegen. Gleichzeitig vereinbarten beide Seiten, dass Einsteiger in den unteren Entgeltgruppen (E1 bis E4) gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit den Lohn eines zweijährig Beschäftigten bekommen. Hiervon profitieren vor allem die Beschäftigten in den Logistikzentren.

Der Tarifvertrag, unter den auch Unternehmen wie Puma, Ara oder Lloyd fallen, hat eine Laufzeit von 26 Monaten.