Zielgruppenkonferenz des Landesbezirks Nordrhein

Beteiligung leben

Mehr als 60 Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive aus den Ortsgruppen trafen sich Ende Mai in Haltern, um über die Zukunft der Zielgruppenarbeit zu debattieren. Viola Denecke, stellvertretende Landesbezirksleiterin, betonte in der Eröffnung der Veranstaltung, dass „ der Wandel betrieblicher Strukturen und die komplexeren Anforderungen an Betriebsräte neue Formen der Ansprache und der Beteiligung von einzelnen Beschäftigtengruppen in den Betrieben und Regionen erforderlich macht.  Mit der Zielgruppenarbeit sind wir da auf einen guten Weg.“

Alfred Schymonski

20.06.2013
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Zielgruppenarbeit beteiligt Beschäftigte bei Themen, die sie konkret betreffen. Sie ergänzt die klassische Betriebsratsarbeit und „macht die IG BCE vor Ort erleb- und gestaltbar“, erklärte IG-BCE-Vorstandsmitglied Edeltraud Glänzer in ihrem Impulsreferat. Zielgruppenarbeit sei wichtiger Bestandteil des Zukunftsprozesses 2020 der IG BCE und helfe, die Gewerkschaft nachhaltig zu stärken. Dazu gehöre vor allem, mehr Mitglieder für die IG BCE zu gewinnen – gerade in Beschäftigtengruppen, in denen die IG BCE noch unterrepräsentiert ist – wie AT-Angestellte oder Leiharbeitskräfte. Aber auch gut organisierte Beschäftigtengruppen mit besonderen Problemen – wie Werkfeuerwehrleute oder Schichtarbeiter – stehen im Fokus der Zielgruppenarbeit.

„Was sollen wir denn noch machen?“ Viele Betriebsräte seien anfangs skeptisch gewesen, räumte Glänzer ein. Und auch unter den potenziellen Zielgruppen stünde „niemand Schlange“, sagte Bayer-Betriebsrätin Rita Süßelbeck. Viele Betriebsräte stellten aber fest: Lassen sich Betriebsräte und Beschäftigte auf die neue Form der Beteiligung ein, können alle nur gewinnen. Oliver Hecker, Abteilungsleiter Zielgruppen beim Hauptvorstand, bestätigt: „Wo wir Zielgruppenarbeit machen, ist die IG BCE im Mitgliedersaldo positiv.“

Beteiligungsorientierte Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit ist die Zukunft, davon ist Prof. Dr. Erhard Tietel von der Uni Bremen überzeugt. Auch im Landesbezirk gibt es dafür eine Reihe Beispiele, wie etwa Projekte für Werkfeuerwehrleute, Bürokauffrauen oder Beschäftigte in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Gemeinsam mit dem DGB soll im Herbst an der Uni Wuppertal zudem ein Projekt für Studierende starten.

www.igbce-blogs.de/zielgruppenprojekte

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    Alfred Schymonski

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